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Was kostet eine Brillenversicherung?

Viele Menschen müssen eine Brille tragen. Meist handelt es sich um Einstärkenbrillen für die Fernsicht, oft um Gleitsicht- oder Zweistärkenbrille für die Ferne und Nähe und manchmal wird auch nur eine Lesebrille benötigt. Da Brillen relativ viel Geld kosten, vor allem wenn man die Gläser entspiegeln lässt und leichtere Kunststoffgläser haben will. Eine weitere Möglichkeit ist, die Brillengläser eintönen zu lassen (Phototrope Gläser), die sich bei Licht verdunkeln. Dass man seine Brille gut schützt, ist verständlich. Die meisten Optiker bieten im Anschluss zur Beratung eine Brillenversicherung an. Optiker arbeiten mit div. Versicherungen zusammen, was eine große Vielfalt am Markt ermöglicht.

Das Gute ist, wenn eine Brille direkt über den Optiker versichert wird, dass der erste Jahresbeitrag mit den Kosten der Brille verrechnet werden kann. Je nach Versicherer belaufen sich die jährlichen Kosten auf zwischen 10,00 Euro und knapp 300,00 Euro. Das ist eine riesige Spanne und für viele nicht verständlich, wie sie entstehen kann.

Brillenversicherung – kostenloser Vergleich



Eine Brillenversicherung (also eine Zusatzversicherung), die man beim Optiker abschließt ist in der Regel günstig, und deckt einen Großteil der Kosten ab, falls eine neue Brille notwendig sein sollte. Der Optiker Fielmann wirbt bei der Brillenversicherung mit Nulltarif. Die Brillenversicherung der Hanse-Merkur, in Zusammenarbeit mit Fielmann ist – zumindest fast – zum Nulltarif. Für 10,00 Euro im Jahr, also 90 Cent im Monat erhalten Fielmann-Kunden eine gute Brillenversicherung. Wer seinen Vertrag selber bei einer Versicherungsgesellschaft abschließt, zahlt nicht selten bis zu 300,00 Euro im Jahr.

Für wen ist eine Brillenversicherung sinnvoll?

Der Abschluss einer Brillenversicherung muss aber nicht in jedem Fall sein. Menschen, die ihre Brille tagtäglich tragen müssen sollten jedoch über eine Brillenversicherung zumindest nachdenken. Für eine Lesebrille, die man nur zu Hause benutzt ist eine solche Versicherung nicht unbedingt notwendig. Gute Sehhilfen, mit Designergestell kosten schnell um die 300,00 Euro und mehr. Vor allem, wenn die Brille auch noch eine Zweistärkenbrille ist, kommen unter Umständen weitere Kosten hinzu, ebenso bei Kunststoffgläsern, Entspiegelung und Tönung der Gläser. In solchen Fällen lohnt es sich, die Brille, bzw. sich selbst vor hohen Kosten zu schützen, wenn eine neue Brille benötigt wird. Die Versicherungen übernehmen zwischen 80 und 100% der Kosten bei einer neuen Brille, manchmal allerdings erst nach einer Wartezeit von ca. 2 Jahren!

Bevor Sie eine Versicherung abschließen

Bevor Sie eine Versicherung verbindlich abschließen, sollten Sie sich also auf jeden Fall umfassend beraten. Beim Optiker erhalten Sie im Anschluss zur Brillenberatung sofort die Beratung zur Brillenversicherung. Hier wird wirklich alles für jeden verständlich erklärt.

Einige Brillenversicherungen sind auch Bestandteile von Auslandsreiseversicherungen, andere bieten zusätzlich zu einer reinen Brillenversicherung auch einen Auslandsschutz an, die man nutzen sollte, falls häufig ins Ausland gereist wird.

  • Wenn sich die Sehstärke schnell nachteilig verändert.
  • Die Sehstärke bereits in der Pubertät geringer wird.
  • Für über 40-jährige wenn bald die Alterssichtigkeit kommt.
  • Für alle die wenig Geld zur Verfügung haben.

Für wen lohnt sich eine Brillenversicherung nicht?

Kinder und Jugendliche bis zu ihrem 18. Lebensjahr brauchen keine Brillenversicherung, da hier die Krankenkassen noch die Kosten übernehmen, bzw. ist nur eine relativ geringe Zuzahlung notwendig. Allerdings wenn ein teures Gestell ausgesucht wird, könnte sich der Abschluss einer Brillenversicherung lohnen. Viele Versicherungsgesellschaften übernehmen nicht die Kosten für eine neue Brille, wenn die alte verloren gegangen ist. Wer also ein wenig „schusselig“ ist und immer wieder eine neue Brille braucht, weil die alte verlegt wurde oder verloren gegangen ist, für den lohnt sich eine Brillenversicherung eher nicht.

Auch Menschen, die ihre Brillen gerne tragen und damit behutsam und pfleglich umgehen, ist der Abschluss einer Brillenversicherung nicht notwendig. Ebenso nicht die, die ihre Brille nur zum Autofahren oder zum Lesen brauchen.

  • Bis zur Volljährigkeit brauchen Kinder und Jugendliche keine Versicherung für die Brille.
  • Wenn Sie nur Sonnenbrillen tragen.
  • Für Menschen die schon mal ihre Sehhilfen vergessen.
  • Oder wenn Sie so viel Geld haben und nicht wissen wohin damit.

Eine Brillenversicherung – wann ist sie sinnvoll?

Grundsätzlich gilt: Die Krankenkassen tragen nur für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren die Kosten für eine Sehhilfe. Außerdem in besonders schweren Fällen von Sehbehinderung, meist ab einer Brillenstärke von 8 Dioptrien. Bei Brillen mit Designergestell, Gleitsichtgläsern und sonstigen Extras lohnt sich der Abschluss einer Brillenversicherung, denn im Fall einer neuen Brille kommen dann hohe Kosten auf den Träger zu. Die Brillenversicherung übernimmt meist zwar nicht alle Kosten, aber der Rest, denn der Brillenträger am Ende selbst zahlen muss, fallen relativ gering aus. Wenn Sie sich also sicher sind, dass Sie in zwei Jahren eine neue Brille kaufen möchten, dann kann sich die Brillenversicherung für Sie durchaus lohnen.

Ist es jedoch absehbar, dass Sie erst nach 4 Jahren eine neue Brille brauchen werden, dann sollten Sie vielleicht doch überlegen, lieber monatlich etwas Geld zur Seite zu legen um davon dann eine neue Brille zu kaufen.

Wie hoch sind die Beiträge zur Brillenversicherung durchschnittlich?

Eine neue Brille kostet in günstigen Fällen um die 100,00 Euro, wenn man so genannte Nulltarif Gestelle nimmt. Gefallen diese nicht, muss ein teureres Gestell her. Hinzu kommen in diesem Fall noch die Gläser, wo man mit Extras die Kosten noch mal in die Höhe treiben kann. Wir sprechen aber jetzt nur von Einstärkenbrillen. Muss eine Zweistärkenbrille extrag gefertigt werden, können die Kosten sehr hoch werden, und um die 1.000,00 Euro, erreichen. Durchschnittlich liegen die Beiträge zu einer Brillenversicherung zwischen 10,00 und 300,00 Euro für eine Einstärkenbrille. Bei Zweistärkenbrillen zwischen 40,00 und 400,00 Euro, je nach Anbieter und je nach dem, was alles versichert wird. Optiker bieten ein Brillenzusatzversicherung selten an.

Eine andere Versicherung wird mit zusätzl. Leistungen kombiniert. Zu einer solchen Zusatzversicherung zählen in der Regel Heilpraktiker-Untersuchungen, Vorsorge-Screenings (z.B. Hautkrebs-Vorsorge), Auslandsreiseversicherung, Krebsvorsorge, Zahnzusatzversicherung, Schwangerschaftsvorsorge etc. Ob man diese auch wirklich benötigt, muss im Einzelfall entschieden werden.

Wo können Sie Ihre Brillenversicherung abschließen?

Grundsätzlich können Sie Ihre Brillenversicherung bei fast jeder Versicherungsgesellschaft abschließen. Spezielle Brillenversicherungen bieten die Barmenia, DKV (Deutsche Krankenversicherung), Ergo direkt, Arag, R+V Versicherung, Die Continentale, Signal Iduna, Württembergische, Allianz und auch bei Ihrem Optiker. Wenn Sie Ihre Brillenversicherung bei einem Optiker abschließen wollen, sollten Sie bedenken, dass die Versicherung hier an einem Neukauf einer Brille gekoppelt ist. Im Grunde genommen haben Versicherte alle zwei Versicherungsjahre einen Leistungsanspruch auf eine neue Brille. Werden dabei Kassengestelle ausgewählt, bleibt die Zuzahlungssumme relativ gering. Es ist sehr wichtig, die Beiträge aufs Jahr zu rechnen und dann nachrechnen, was eine neue Brille kosten würde.

Oftmals ist es nämlich so, dass es fast günstiger für Sie ist, wenn Sie monatlich 10,00-20,00 Euro zur Seite legen und nach zwei Jahren eine neue Brille kaufen. In manchen Fällen können Sie sich dann sogar ein teureres Gestell aussuchen und mit etwas Glück bleibt sogar noch Geld übrig.

Brillenversicherung bei Fielmann und anderen

Bevor Sie sich zu einer Brillenversicherung entschließen, sollten Sie die einzelnen Versicherungen vergleichen. Oft kommen erst in einem genauen Vergleich die deutlichen Unterschiede ans Tageslicht. Der Kosten-Nutzen-Faktor ist nämlich nur einer der Aspekte die unter die Lupe genommen werden sollten. Versicherungsvergleiche können Sie ganz bequem online durchführen. Je nach Vergleichanbieter benötigt man div. Angaben. In einigen Fällen reicht es aus, wenn man Geschlecht und Geburtsdatum angibt, in anderen Fällen werden mehr Informationen gefordert, wie Berufsgruppe, komplette Anschrift, Dioptrienzahl etc. Je mehr Informationen, umso genauer ist dann das Ergebnis. Sagt Ihnen eine Brillenzusatzversicherung zu, können Sie dann in den meisten Fällen sofort ein unverbindl. Angebot anfordern.

Wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, wo Sie Ihre Brillenversicherung abschließen möchten, können Sie dies in vielen Fällen direkt online tun. Die Unterlagen kommen dann mit der Post. Diese müssen Sie dann ausgefüllt und gegen gezeichnet auf dem Postweg zurück senden. Einige Versicherungsgesellschaften arbeiten aber noch nach der „alten Methode“. Sie schicken einen Versicherungsvertreter zu Ihnen nach Hause, der Sie dann genau zu dem Produkt berät, den Sie gerne hätten.

Wie lange läuft eine Brillenversicherung?

Die Laufzeiten bei Brillenversicherungen sind meist so geregelt, dass diese so lange laufen, bis sie gekündigt werden. Sie werden also Jahr für Jahr weiter verlängert, sofern man die Versicherung nicht rechtzeitig kündigt. Bevor Sie also eine Brillenversicherung abschließen, sollten Sie auf das Kleingedruckte genau achten. Hier ist festgelegt, wie lange die Laufzeit genau ist und welche Kündigungsfristen zu beachten sind! Oft ist es auch so, dass man erst im Laufe der Zeit merkt, dass man die Versicherung eigentlich gar nicht in Anspruch nehmen möchte. In solchen Fällen ist es sehr wichtig, die Brillenversicherung rechtzeitig zu kündigen. An die Kündigungsfristen muss man sich dabei halten. Diese sind zwischen 1 Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres und 3 Monaten. Auf der Police stehen die genauen Fristen allerdings im Bereich des Kleingedruckten! Manche Brillenversicherungen haben eine Laufzeit von mindestens 2 Jahren.

Die Brillenversicherung von Apollo Optik endet nach zwei Jahren. Tritt kein Versicherungsfall ein, erhalten Sie von Apollo Optik einen Gutschein über die Versicherungsprämie. Allerdings müssen Sie dann dafür eine neue Sehhilfe kaufen, denn eine Barauszahlung ist leider nicht möglich.

Wo erhalte ich eine Brillenversicherung?

Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine Brillenversicherung an, ebenso bei vielen Optikern, wie Apollo Optik oder Fielmann. Zu beachten gilt jedoch, eine Brillenversicherung beim Optiker ist immer an den Kauf einer neuen Brille gekoppelt. Dafür wird der erste Jahresbeitrag meist mit dem Brillenpreis verrechnet (Fielmann). Große Versicherungsgesellschaften kommen gerne ins Haus und beraten Sie gerne zu Versicherungsfrage. Oft bietet der Vertreter bei den Gesprächen weitere Zusatzversicherungen an. Achten Sie unbedingt darauf, was Sie davon eventuell brauchen könnten und was nicht. Eine “Kombi” Zahnzusatz- und Brillenversicherung ergibt Sinn, sofern Sie nicht bereits bei Ihrer Krankenkasse eine Zahnzusatzversicherung haben.

Grundsätzlich gilt: je mehr Leistung umso mehr Kosten für die Beiträge. Auch bei  Zahnzusatzversicherungen sollten Sie darauf achten, was die Versicherung wie viel von den Kosten genau übernimmt. Manchmal stehen die gezahlten Beiträge und Leistungsübernahme in keiner Relation, am Ende trägt man die Kosten doch fast ganz alleine.

Wo ist der Haken bei Brillenversicherungen?

In der Regel ist eine Brillenversicherung eine recht harmlose Angelegenheit, dennoch sollten Sie Augen und Ohren beim Abschluss einer Versicherung immer offen halten. Schließen Sie eine der billigen Versicherungen bei einem Optiker ab, so hat die Brillenversicherung einen Haken: Möchten Sie die Leistungen der Versicherung in Anspruch nehmen, so muss die neue Brille aus der eigenen Kollektion stammen. Möchten Sie ein besseres Gestell oder Spezialgläser haben, so müssen Sie in jedem Fall mit weiteren Kosten rechen, die sich rasch summieren. Ob in diesen Fällen dann die Versicherung wirklich ein lohnendes Geschäft war, ist fraglich. Eine andere Hürde müssen Versicherte nehmen, wenn sie ihre Brillenversicherung bei einem der Anbieter abgeschlossen haben. Hier kommen in den meisten Fällen Zusatzleistungen dazu.

Was davon am Ende wirklich Sinn macht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beliebt ist jedoch die Kombination Brillenversicherung mit Zahnzusatzversicherung, oder als Zusatzleistung Auslandsreisekrankenversicherung. Achten Sie bitte auch darauf, was genau bei der Brillenversicherung mit versichert wird. Fast alle Versicherungen versichern nur Schäden, wie Bruch oder eine Verschlechterung des Sehvermögens innerhalb der Laufzeit um mindestens 0,5 Dioptrien. Der Verlust der Brille – egal ob Diebstahl oder wenn Sie die Brille verlieren – wird oft nicht versichert.

Die Brillenversicherung zum Nulltarif bei Fielmann

Fielmann bietet die Brillenversicherung zum Nulltarif an, über die Hanse Merkur Versicherung. Dies ist allerdings nicht ganz richtig, denn die Versicherung kostet sehr wohl Geld, nur eben sehr wenig. Für eine Einstärkenbrille werden 10,00 Euro p.A. fällig. Die Summe entspricht in etwa einem Beitrag von unter 90 Cent/Monat. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Nach zwei Jahren haben Sie dann Anspruch auf eine neue Brille, allerdings nur – wie oben bereits erwähnt – auf das Nulltarif Sortiment. Unterschieden wird hierbei zwischen „Nulltarif-Gestell“ und „Zuzahlungsgestell„. Obwohl auch die Gestelle aus dem Nulltarif Sortiment recht schick sind, sagen diese vielen Menschen nicht zu. Wählt man ein Gestell aus dem Zuzahlungssortiment, übernimmt die Versicherung im Schadensfall nur den Betrag für die Zuzahlung. Der volle Betrag wird nur auf Gestelle aus der Nulltarifkollektion gewährt. Alles umsonst kann man, wie Sie sehen, doch nicht bekommen. Wer also die Brillenversicherung zum Nulltarif nutzen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese nicht ganz kostenlos ist.

Außerdem sollte beachtet werden, dass nur Bruch, Schädigung und Sehstärkenverschlechterung versichert werden. Bei Verlust der Brille kommt die Versicherung nicht zum tragen. Zwei Vorteile hat die Brillenversicherung zum Nulltarif dann doch: erstens geht es hierbei um eine reine Brillenversicherung. Ihnen werden keine weiteren Zusatzversicherungen aufgedrängt, die Sie eigentlich gar nicht haben wollen. Zweitens wird der Jahresbeitrag (für die erste Prämie!) mit Ihrer frisch gekauften Brille verrechnet und das sind immerhin 10,00 Euro.

Leistungen im Überblick:

Apollo-Optik
apollo-optik250
Apollo-Optik, eine der führenden Optikerketten in Deutschland, bietet zu Kauf einer Brille die Apollo Optik Brillenversicherung über den Versicherer Ergo direkt an.
 Hanse-MerkurHanse Merkur Brillenversicherung Die Versicherung wird in Zusammenarbeit mit Fielmann abgeschlossen. Versichert sind: Bruch, Schädigung und Sehschärfenverschlechterung
 Ergo Direkt
Ergo Direkt Brillenversicherung
Die Versicherung wird in Zusammenarbeit mit Apollo Optik abgeschlossen. Versichert sind: Bruch, Schädigung und Sehschärfenverschlechterung
DKV
Brillenversicherung DKV
Brillen-Versicherung in Verbindung mit Auslandskrankenversicherung. Bei Sehstärkenverschlechterung um min. 0,5 Dioptrien keine Wartzeit auf Leistung
Concordia
Concordia Brillenversicherungen
Mit versichert sind auch Operationen zu Sehschärfenkorrektur mit Wartezeit 24 Monate, Leistungen zur Brillenversicherung mit einer Wartezeit von 3 Monaten.
R+V
R+V Brillenversicherungen
Keine Wartezeiten! Erstatten werden 100% von Sehhilfen und 100% Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt bis zu einem Betrag von 400,00 Euro in 2 Kalenderjahren!

Brillenversicherung Test – welche ist die beste?

Zahlreiche Versicherer bieten im Rahmen der privaten Krankenzusatzversicherung auch eine Brillenversicherung an. Diese Brillenversicherung ist in der Regel mit weiteren Leistungen der Versicherung gekoppelt. Eine reine Brillenversicherung kann nur über Optiker abgeschlossen werden, die in Zusammenarbeit mit einer bestimmten Versicherung diese anbieten. In diesem Fall ist die Brillenversicherung an den Brillenkauf beim betreffenden Optiker gebunden. Der folgende Test erhebt nicht den Anspruch auf absolute Vollständigkeit, kann jedoch für die Suche nach einer guten Brillenversicherung Anhaltspunkte liefern.

Einbezogen wurden sowohl Brillenversicherungen bei der großen Versicherern im Rahmen der Krankenzusatzversicherung wie auch Brillenversicherungen über die beiden Optikerketten Fielmann und Apollo.


Brillenversicherung Test: Welche Brillenversicherung ist die Beste?

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den vergangenen Jahren etliche Leistungen aus ihren Leistungskatalogen gänzlich entfernt oder stark eingeschränkt. Eine Brille gibt es noch über die Kassenleistung für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und für Menschen mit sehr erheblichen Sehbehinderungen. Für die meisten deutschen Bürger wurde damit die Brille zu einem Privatkauf. Im Durchschnitt wird alle zwei Jahre eine neue Brille benötigt. Verändert sich die Sehstärke stark oder geht eine Brille entzwei, ist der Kauf schon vorher erforderlich. Eine Alternative weisen große Optikerketten und Online-Optiker mit sehr günstigen Brillen. Eine weitere Möglichkeit, die Kosten zu senken, kann eine gute Brillenversicherung sein.

Doch welche Brillenversicherung ist wirklich gut? Die Leistungen der verschiedenen Versicherer weichen erheblich voneinander ab. Ein wenig mehr Durchblick soll unser kurzer „Test – welche Brillenversicherung ist die beste?“ hier verschaffen. Es ist nicht möglich, einen Test und Vergleich in allen Einzelheiten vorzulegen, da die Versicherer unterschiedliche Beiträge nach individuellen Angaben des Versicherers berechnen. Unsere Übersicht kann lediglich eine Orientierungshilfe bieten.

Auf einen Blick: Test – welche Brillenversicherung ist die Beste?

Es gibt zwei Arten der Brillenversicherung. Einmal kann die Brillenversicherung bei einer Versicherung als Zusatzversicherung abgeschlossen werden, zum anderen können Brillenversicherungen bei Optikern beim Brillenkauf abgeschlossen werden. Solche Versicherungen werden von großen Optikern angeboten, die dazu mit einem Versicherer zusammenarbeiten. Sie bietet beispielsweise Fielmann die Brillenversicherung über die HanseMerkur und Apollo die Brillenversicherung über Ergo Direkt an.

Leistungsvergleich/Kostenvergleich – Test Brillenversicherung

Mit der Bestnote bewährt sich bei unserem „Test – welche Brillenversicherung ist die beste?“ die DKV.

DKV Brillenversicherung – Bestandteil der Krankenzusatzversicherung Tarif DKV KHMR

  • 80 % Erstattung für Brillen und Kontaktlinsen, höchstens 300 € je Jahr
  • inkl. Hörgeräte bis 600 € Zuschuss
  • Beitrag online nach individuellen Angaben ab etwa 8.50 € monatlich, „Light“Version DKV SHR für unter 6 €:
  • 200 € Zuschuss für Sehhilfen alle 2 Jahre

Beide Tarife beinhalten außer Brillen und Hörgeräten noch eine leistungsstarke Auslands-Krankenversicherung für Reisen. Für den Versicherungsabschluss wird eine einfache Gesundheitsprüfung zugrunde gelegt.

Ergo Direkt Brillenversicherung/Augenversicherung als Zusatzversicherung beim Versicherer:

• Beiträge ab 9.90 € im Monat

Leistungen:

  • Versicherungsabschluss ohne Altersgrenzen und Gesundheitsprüfung als Zusatzversicherung zur privaten Zusatzkrankenversicherung
  • bis 200 € Zuschuss zu Sehhilfen bei Fehlsichtigkeit
  • bis 50 € Zuschuss zu Augen-Vorsorgeuntersuchungen

Einschränkungen:

  • Im ersten Jahr beträgt die Maximalzuzahlung zur Brille 50 €
  • in den ersten zwei Jahren insgesamt 100 €
  • danach ist die volle Leistung abrufbar

Ergo Direkt Brillenversicherung über Apollo Optik:

  • Beitragsbemessung nach Kosten der Brille, Höchstbeitrag jährlich 60 €
  • in den ersten zwei Versicherungsjahren Rabatt von insgesamt 50 €, bzw. im ersten Jahr 25 €

Concordia Brillenversicherung – Zusatzversicherung zur privaten Krankenzusatzversicherung, Concordia AZSH

  • bis 350 € Zuschuss für Sehhilfen innerhalb von zwei Jahren, Mitversicherung von Hörgeräten, Zuschuss für brechkraftverändernde Lasik-Operationen
  • Wartezeit des Tarifs 3 Monate
  • Wartezeit für Leistungen für Lasik-OP’s 24 Monate

Die Concordia Brillenversicherung ist nur wählbar als Zusatz plus Heilpraktiker, auf Wunsch zusammen mit weiteren Optionen der Krankenzusatzversicherung. Die Beiträge können nach individuellen Angaben online geprüft werden.

R+V Brillenversicherung, Zusatzversicherung zur privaten Krankenzusatzversicherung mit verschiedenen Optionen

  • 100 % Zuschuss für Sehhilfen bis 200 € in je 2 Kalenderjahren
  • + Vorsorge bis 200 € in 2 Jahren
  • Zuschuss von 200 € für brechkraftverändernde Lasik-Operationen

Der Versicherungsabschluss erfordert keine Gesundheitsprüfung, es ist keine Wartezeit vorgesehen. Die Beitragshöhe sollte individuell online abgefragt werden.

HanseMerkur über Fielmann beim Brillenkauf bei Fielmann

  • Beitrag ab 10 € jährlich
  • 100 % Erstattung für Neukauf von Brillen der Fielmann Nulltarif-Kollektion

Test – welche Brillenversicherung ist die beste: Platz 1, nicht 100 %, aber empfehlenswert

Zu 100 % kann kein Anbieter überzeugen. Die DKV überzeugt mit beiden Tarifen mit besten Leistungen im Vergleich. Für die einfache Gesundheitsprüfung sind allerdings ein paar Punkte abzuziehen. Fielmann-HanseMerkur-Brillenversicherung ist überzeugend für weniger anspruchsvolle Brillenwahl zu 100 % Kostenlosigkeit bei niedrigem Beitrag. Ausschließliche Brillenversicherungen können nur direkt über die Optiker abgeschlossen werden, die diese Option anbieten. Bei allen sonstigen Brillenversicherungen im Test sind diese Bestandteil eines umfassenderen Versicherungspakets. So ist beispielsweise oft die Brillenversicherung mit einer Versicherung für Hörgeräte gekoppelt, was für Menschen mit gesundem Hörvermögen keinen Sinn macht.

Auch die Zusatzleistungen für Augen-Vorsorgeuntersuchungen sind kritisch zu betrachten. Aus ärztlicher Sicht machen sie wenig Sinn. Bei Notwendigkeit, z.B. bei Glaukom, werden sie von der GEV übernommen. Also sehr positiv dagegen sind Zusatzleistungen für Lasik-Operationen zu werten.

 

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