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Experten Interview zum Brillenversicherungen

Bevor man sich für den Abschluss einer Brillenversicherung entscheidet, ist es, so wie bei der Auswahl jeder anderen Versicherung auch, notwendig, sich ausreichend und umfassend zu informieren und beraten zu lassen.

Oft gibt es es auch kritische Stimmen, die man auch bei der Auswahl berücksichtigen sollte. Gerade Verbraucherzentralen sind des öfteren kritisch (was ja nicht falsch ist) in ihren Bewertungen. Fragt man den Verbraucher, dann sieht es schon ganz anders aus. Bei einer Umfrage vom Bund der Versicherten, welche 10 Versicherungen am unnötigsten sind, antworteten die Befragten so, dass die Brillenversicherung auf Platz 9, vor der Glasbruchversicherung landete. Platz 1 bei den unnötigsten Versicherung nimmt die Sterbegeldversicherung für sich in Anspruch.



Wir haben versucht, verschieden Experten für eine Interview zu Rate zu ziehen und geben Ihnen hier das Ergebnis bekannt. Das erste Interview fand in Frankfurt/Main, mit Brillenversicherung-Experte Gerhard Hansen statt.

Frage: Herr Hansen, Sie sind selbst Träger einer hochwertigen und preisintensiven Brille. Haben Sie eine Brillenversicherung?

Antwort: Nein, habe ich nicht. Und nur nebenbei, meine Brille mag zwar teuer aussehen, war sie aber in Wirklichkeit nicht.

Frage: Dann versuche ich meine Frage etwas anders zu formulieren. Hätten Sie eine Brillenversicherung abgeschlossen, wenn Ihre Brille sehr viel teurer gewesen wäre?

Antwort:: Ich glaube, auch dann hätte ich darauf verzichtet. Für mich sind Brillenversicherungen so etwas wie eine Komfortversicherung. Was natürlich auch bedeutet, wenn ich es mir leisten kann, eine extrem teure Brille zu kaufen, mit teurem Markengestell und teuren Gläsern, dann könnte es schon ratsam und vertretbar sein, dies zu versichern.

Frage: Was denn jetzt – erst versichern nein, dann plötzlich versichern ja.

Antwort: Eine durchschnittliche Lesebrille kann man sich heute bei einem Online Anbieter für ca. 40 bis 50 EUR bestellen. Brillenversicherungen die zu 100 Prozent im Schadenfall leisten, kosten monatlich je nach Alter ca. 20 EUR, also 240 EUR im Jahr. Für solch eine Brille lohnt also eine Brillenversicherung nicht.

Frage: Und warum bei den hochpreisigen Brillen?

Antwort: Ganz einfach. Bei den hochwertigen Markenanbietern kostet ein Gestell schnell mal 500 EUR, hinzu kommen die teuren Markengläser mit bis zu 700 oder 800 EUR bei Gleitsichtbrillen. Alles zusammen fast 1.500 EUR. Da ist der Einsatz von ca. 240 EUR im Jahr gerechtfertigt.

Frage: Wie würden Sie also unsere Grundfrage nach einer Brillenversicherung kurz und knapp zusammenfassen?

Antwort: Grundsätzlich kann man sich Komfortversicherungen, zu denen Brillenversicherungen und Handyversicherungen usw. gehören einfach sparen. Oft sind diese Versicherungen zu teuer und/oder haben auch noch einschränkende Versicherungsbedingungen. Immer vorausgesetzt, das zu versichernde Objekt befindet sich in einem normalen Preisgefüge.

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